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08.03.2015 Kategorie: Gemeinde

Um Verzeihung bitten – ganz schön schwer, aber wichtig!

Kinderkirche zu zwei Zeilen aus dem Vaterunser

Im März haben wir uns in der Kinderkirche mit zwei Zeilen aus dem Vaterunser beschäftigt: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Dem Thema genähert haben wir uns über die Erzählung von Jakob und Esau. Wie gehen Geschwister miteinander um, wie gehen Jakob und Esau miteinander um? Jakob lädt Schuld auf sich. Er erschleicht sich mit einer List den Segen des Vaters, den Segen, der eigentlich Esau als Erstgeborenem zusteht. Vor Esaus wütender Reaktion läuft Jakob weg. Nachts träumt er von einer Leiter in den Himmel, auf der Engel auf- und absteigen. Und er hört Gottes Stimme, die ihm vergibt. Das gibt ihm Mut, seinen Weg fortzusetzen.
Als er sich nach vielen Jahren mit Esau versöhnen und nach Hause zurückkehren will, hat Jakob große Angst. Er weiß nicht, ob Esau noch wütend ist oder ihm vergeben hat. Er ringt mit sich und mit Gott und lässt sich von Gott erneut segnen.
Jakob und Esau stehen sich gegenüber, Jakob bittet seinen Bruder um Vergebung – und Esau fühlt keinen Zorn und keinen Ärger mehr. Er sagt zu Jakob: „Was immer zwischen uns war, Gott hat es immer gut mit uns beiden gemeint. Wie Gott es gut mit mir meint, so meine ich es gut mit dir. Ich vergebe dir.“

Den ersten Teil der Geschichte erzählten wir mit Stabpuppen. In dem Teil, in dem Jakob mit sich und mit Gott ringt, drückten die Kinder mit Gesten und Worten die Erzählung aus.
Wir lernten, dass Menschen, die sich in den alttestamentlichen Geschichten falsch verhalten haben und Schwächen zeigen, bei Gott eine neue Chance bekommen.
Die Versöhnung von Jakob und Esau malten die Kinder auf einem Blatt aus.

Lieder, Fürbitten und das gemeinsame Essen waren wie immer auch Teil des Kinderkirche-vormittags.

Gabi Kaufmann

Fotos: L. Barbineck