Farbige Tuchbehänge an Altar (und Kanzel), die auch Antependien oder Paramente genannt werden, geben Kirchenräumen eine besondere Prägung.
Diese Paramente sind in verschiedenen Farben gestaltet. Wer sich in der christlichen Farbsymbolik auskennt, kann so anhand der Antependien bereits erkennen, in welcher Stimmung wir uns gerade im Kirchenjahr befinden. Bei uns in St. Johannes haben wir seit Sommer 2016 neue Altarbehänge, die wir in der Paramentenwerkstatt in Helmstedt anfertigen lassen haben. In unseren Paramenten ist nicht nur gestalterisch der umgekehrte Apsis-Bogen jeweils aufgenommen, sondern durch Motive und Farbgebung werden die Bedeutungen der Farben noch verstärkt und interpretiert. Nach den Farben Weiß und Violett wenden wir uns nun Rot und Grün zu.
Rot – Farbe des Lebens und der Liebe
Für die meisten Menschen ist Rot sicherlich die Farbe der Liebe. Aber sie ist auch die Farbe des Lebens, der Energie, der Kraft, des Feuers. Im kirchlichen Jahreslauf ist sie die Farbe des Heiligen Geistes. Grundlage dafür ist die biblische Geschichte aus dem Neuen Testament, Apostelgeschichte Kapitel 2, wo sich beim ersten Pfingstfest der Geist Gottes wie eine Flamme auf das Haupt eines jeden dort in Jerusalem mit den Jüngern versammelten Menschen setzt. Diese Flammen sind in unserer Paramentsgestaltung auch aufgenommen. Dieser Geist kommt von Gott und ist derselbe Geist, der zur Taufe Jesu vom Himmel herabfährt (deshalb
das Kreuz in unserer Paramentsdarstellung).
Über das Pfingstfest hinaus findet das rote Parament Verwendung am Gedenktag der Reformation (31.Oktober), der bei uns immer mit einen Abendmahlsgottesdienst mit Posaunenchor gefeiert wird. Die Reformation wird damit als ein Geschehen des Geistes Gottes verstanden. Insbesondere wird der Geist Gottes auch erbeten an besonderen Festtagen einer Kirchengemeinde und auch dann hängt das rote Parament am Altar: Jedes Jahr zur Konfirmation etwa, bei Kirchweihjubiläen, aber auch bei Einführungshandlungen wie Gottesdiensten zur Einführung eines neuen Kirchenvorstandes oder einer/eines neuen Pfarrerin/Pfarrers.
Grün – Farbe von Wachstum und Reifen
Grün ist ebenfalls eine Farbe des Lebens, ist die Farbe von Wachstum und Reifen und gehört deshalb zum Erntedankfest, wo das Lob der Schöpfung im Mittelpunkt steht. Doch nicht nur das: Grün wird immer dann verwendet, wenn eine der anderen Farben nicht dran ist. Auf unserem grünen Parament schwimmt ein Fisch im grünen Meer. In den Auf und Abs, den Höhen und Tiefen unseres Lebens möge Gott uns bewahren, müssen wir Christenmenschen uns bewähren.
Jens Paret
Rot – Farbe des Lebens und der Liebe
Für die meisten Menschen ist Rot sicherlich die Farbe der Liebe. Aber sie ist auch die Farbe des Lebens, der Energie, der Kraft, des Feuers. Im kirchlichen Jahreslauf ist sie die Farbe des Heiligen Geistes. Grundlage dafür ist die biblische Geschichte aus dem Neuen Testament, Apostelgeschichte Kapitel 2, wo sich beim ersten Pfingstfest der Geist Gottes wie eine Flamme auf das Haupt eines jeden dort in Jerusalem mit den Jüngern versammelten Menschen setzt. Diese Flammen sind in unserer Paramentsgestaltung auch aufgenommen. Dieser Geist kommt von Gott und ist derselbe Geist, der zur Taufe Jesu vom Himmel herabfährt (deshalb
das Kreuz in unserer Paramentsdarstellung).
Über das Pfingstfest hinaus findet das rote Parament Verwendung am Gedenktag der Reformation (31.Oktober), der bei uns immer mit einen Abendmahlsgottesdienst mit Posaunenchor gefeiert wird. Die Reformation wird damit als ein Geschehen des Geistes Gottes verstanden. Insbesondere wird der Geist Gottes auch erbeten an besonderen Festtagen einer Kirchengemeinde und auch dann hängt das rote Parament am Altar: Jedes Jahr zur Konfirmation etwa, bei Kirchweihjubiläen, aber auch bei Einführungshandlungen wie Gottesdiensten zur Einführung eines neuen Kirchenvorstandes oder einer/eines neuen Pfarrerin/Pfarrers.
Grün – Farbe von Wachstum und Reifen
Grün ist ebenfalls eine Farbe des Lebens, ist die Farbe von Wachstum und Reifen und gehört deshalb zum Erntedankfest, wo das Lob der Schöpfung im Mittelpunkt steht. Doch nicht nur das: Grün wird immer dann verwendet, wenn eine der anderen Farben nicht dran ist. Auf unserem grünen Parament schwimmt ein Fisch im grünen Meer. In den Auf und Abs, den Höhen und Tiefen unseres Lebens möge Gott uns bewahren, müssen wir Christenmenschen uns bewähren.
Jens Paret




